Druckwasserdichte Hauseinführungen

Schäden vorbeugen

Jedes Gebäude benötigt Ver- und Entsorgungsleitungen. Um Schäden durch eindringende Feuchtigkeit zu verhindern, müssen diese Mauerdurchführungen garantiert dicht sein. Zusätzlich wird auch das Eindringen von Schleich- und Radongasen aus dem Erdreich verhindert. Hier haben wir zusammengefasst, was es zu beachten gibt, damit Ihre druckwasserdichte Hauseinführung auch wirklich dicht ist.


Druckwasserdichte Hauseinführungen – Highlights

Bauarbeiter mit Futterrohren in der Hand
Wasserdichte Hauseinführungen fachgerecht einbauen

Immer öfter verlangen Versorgungsunternehmen und Netzbetreiber den Einbau von geprüften, industriell gefertigten Hauseinführungssystemen. Erfahren Sie, welche Produkte es dafür auf dem Markt gibt und was wofür und in welcher Situation verwendet wird.

Rohrdurchführungen im Online-Shop
Futterrohre
Futterrohre mit Ringraumdichtungen

Die übliche Variante besteht aus einem Futterrohr und einem Dichtungseinsatz für eine oder mehrere Versorgungsleitungen.

Durch das Futterrohr wird das nachträgliche Setzen von Kernbohrungen vermieden, was erhebliche Mehrkosten und weitere Gefahren wie z. B. das Korrodieren der Bewehrung vermeidet. Um geplante Aussparungen zu schaffen, ist das Futterrohr also das Mittel der Wahl. Trotzdem kann es vorkommen, dass in manchen Fällen eine Kernbohrung das Futterrohr ersetzt.

Wichtig ist, dass Futterrohre fachgerecht an die Flächenabdichtung angeschlossen sind. Auf Nummer sicher gehen Sie dabei mit Mauerkragen.

Den Spalt zwischen Futterrohr und Leitungen verschließen Dichtungsringe aus zwei Pressplatten und einem Gummiringe, sogenannte Ringraumdichtungen.

Wir führen Futterrohre verschiedener Typen in unserem Sortiment:

  • Wello: Dieses Futterrohr aus Kunststoff ist geprüft dicht bis 20 Meter Wassersäule (2 bar). Mittels werkseitig aufgebrachtem Quellband wird dem Wasser „aktiv“ entgegengewirkt.
  • Faso: Hier handelt es sich um ein Faserzement-Futterrohr, das geprüft dicht bis 50 Meter Wassersäule (5 bar) ist. Faserzement hat das gleiche Dehnungs- und Schrumpfverhalten wie Beton. Es entstehen also keine Spannungsrisse.
  • Duro: Das Hochdruck-Futterrohr ist geprüft bis 70 Meter Wassersäule (7 bar). Es ist bereits ab einem Durchmesser von 50 mm lieferbar.
Futterrohre im Online-Shop Ringraumdichtungen im Online-Shop
Ringraumdichtungen

Ringraumdichtungen sind wie oben beschrieben für den Einsatz in Kernbohrungen bzw. Futterrohren konzipiert. Sie dichten dort Medienrohre bzw. Kabel sicher und dauerhaft gegen drückendes und nicht drückendes Wasser ab. Zur Abdichtung eines Ringspaltes wird ein Gummielement mittels zweier Metallplatten im Ringraum verpresst.

Damit die Dichtung an die Rohr- bzw. Kabelstärke angepasst werden kann, gibt es Dichtungseinsätze, die aus Gummisegmentringen bestehen. Mit einem Messer werden so viele Ringe entfernt, bis der benötigte Durchmesser erreicht ist. So kann z. B. mit einem Master Ring Multi 100 stufenlos von 18 bis 65 mm abgedichtet werden.

Sonderdichtungen als Mehrfahrdurchführung oder z. B. in geteilter Ausführung sind kurzfristig zu realisieren und lieferbar.

Folgendes ist technisch und qualitativ zu beachten:

  • Druckplatten aus hochwertigem VA-Edelstahl
  • Gummimaterial aus EPDM
  • Temperaturbereich –30 °C bis +120 °C
  • sehr gute Beständigkeit gegen Alterung, Witterung und Ozon
  • druckdicht bis 30 Meter Wassersäule (3 bar)
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Mauerkragen

Egal ob Einzeleinführung oder Mehrsparteneinführung: Überall dort, wo Rohrleitungen wasserdicht durch Bodenplatten, Wände und Mauerwerk geführt werden müssen, kommt der Mauerkragen zum Einsatz. Er verhindert, dass Feuchtigkeit entlang der Rohraußenwandung ins Bauwerk gelangt.

Wir haben für Sie die gängigsten Mauerkragen-Typen am Lager  z. B. Rondo 110. Andere Typen und Sondermaße wie zum Beispiel ein Mauerkragen 1800 mm können kurzfristig beschafft werden.

Folgendes ist technisch und qualitativ zu beachten:

  • hochwertiger Mauerkragen aus TPE (ab Ø 400 aus EPDM), somit gegen eine Vielzahl von Medien, unter anderem Benzin oder Öl, beständig
  • radongeprüfter Mauerkragen
  • Druckwasserprüfung bis 50 m Wassersäule (5 bar)
  • Alkaliprüfung
  • beständig gegen Säuren und Laugen (verdünnt)
  • ozon- und methanbeständig
  • JGS-Prüfung (Jauche, Gülle, Silagesickersäfte)
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Bodendurchlässe auf der Baustelle
Bodendurchlässe und KG-Rohrdurchführungssysteme

Eine sehr leicht zu handhabende und kostengünstige Variante, um Durchdringungen, sei es durch Bodenplatten oder Wände, zu realisieren, sind die vorkonfektionierten Bodendurchlässe bzw. KG-Rohrdurchführungssysteme.

Diese werden bei der Erstellung von Bodenplatten bzw. Wänden einfach in die Schalung eingebunden und mit vergossen.

Die Bodendurchlässe sind standardisiert 500 mm lang und haben immer einen auf Druckwasser geprüften Mauerkragen aufgezogen. Sie sind somit nachweislich auch bis zu einem Druck von 7 bar (70 m Wassersäule) dicht.

Ähnlich verhält es sich bei den Wanddurchführungen. Hier bekommen Sie die im Vorfeld auf die entsprechende Wandstärke abgestimmte Durchführung geliefert. Somit entfällt das Anpassen auf der Baustelle.

Folgendes ist technisch und qualitativ zu beachten:

  • Sie bekommen von uns immer Vollwandmaterial, das nicht mit geschäumtem KG-Material zu vergleichen ist.
  • hochwertiger Mauerkragen aus TPE (kein EPDM), somit gegen eine Vielzahl von Medien beständig – darunter auch Benzin oder Öl
  • radongeprüfter Mauerkragen
  • Druckwasserprüfung bis 70 m Wassersäule (7 bar)
  • Alkaliprüfung
  • auch mit Folienflansch lieferbar
Beispiele für Hauseinführungen
Das muss beim Einbau unbedingt beachtet werden, damit absolute Dichtheit garantiert ist

Wanddurchführung

  • Die Kernbohrung darf keine Lunker aufweisen und muss gespachtelt sein.
  • Die Kernbohrung bzw. das Futterrohr müssen gesäubert werden.
  • Die Lage der Dichtungsringe in der Wand muss stimmen.
  • Der Dichtungsring muss gerade liegen.
  • Die Dichtringe müssen nach dem vorgeschriebenen Drehmoment montiert werden.
  • Die Einbaurichtung der Einsätze muss beachtet werden.
  • Die Leerrohre müssen richtig an die Durchführung eingeklinkt werden.

Bodendurchführung

  • Die Positionierung der Durchführung braucht den erforderlichen Wandabstand.
  • Die Markierung für die Rohbodenhöhe muss beachtet werden, damit am Ende die Einbauhöhe stimmt.
  • Die Durchführung muss senkrecht stehen.
  • Die Leerrohre müssen an die Durchführung eingeklinkt sein.
  • Die Einbaurichtung muss eingehalten werden.
  • Es muss auf den Biegeradius der Leerrohre geachtet werden.
Einzeleinführung oder Mehrsparteneinführung?

Lange Zeit wurden die Hauseinführungen schon bei der Planung des Kellers mitgeplant und einzeln angelegt. Dank der Mehrspartenhauseinführung lässt sich dieser Vorgang optimieren und bietet somit mehr Spielraum für eventuelle Neuanschlüsse zu einem späteren Zeitpunkt.

Das bringt gleich mehrere Vorteile:

  • Eine Erweiterung im Nachhinein wird stark vereinfacht.
  • Es gibt weniger abzudichtende Stellen, wodurch das Risiko eines Wassereintritts minimiert wird.
  • Der Aufwand für die Abdichtung der Bohrlöcher wird geringer, da nur eine Bohrung abgedichtet werden muss.
  • Der Platzbedarf für die Hauseinführungen sinkt.

Leerrohre müssen unbedingt mit einem gas- und wasserdichten Blindstopfen verschlossen werden.

Es ist immer wichtig, sich vorher gut zu informieren, denn teilweise verlangen Energieversorger den Einsatz von Mehrspateneinführungen, bei anderen Anbietern werden wiederum nur Einzelhauseinführungen akzeptiert, da sie nur die Dichtigkeitsgarantie für die von ihnen selbst erstellten Einführungen übernehmen.


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