Haltbarkeit von Schutzhelmen

Ablaufdatum von Schutzhelmen

Schutzhelme überprüfen und rechtzeitig austauschen

Die Haltbarkeit von Schutzhelmen ist abhängig von den Herstellerangaben, vom Material, aus dem die Arbeitshelme gefertigt sind, und von äußeren Einflüssen. Solche Einflüsse sind beispielsweise direkte Sonneneinstrahlung, also UV-Belastung, Hitze und Kälte sowie mechanische Beanspruchungen wie beispielsweise Schläge und Stürze. Außerdem spielt das Alter von Sicherheitshelmen eine wesentliche Rolle, denn Kunststoffe verlieren im Laufe der Zeit an Beständigkeit. Hier gilt es zu beachten, dass das eingeprägte Datum auf der Innenseite der Helme nie das Ablaufdatum, sondern immer das Produktionsdatum ist.


Haltbarkeit von Schutzhelmen – Highlights

Zwei Bilder von der Helmproduktion sowie ein Mann auf einer Baustelle, der einen Helm trägt
Wie beeinflusst das Material, aus denen Sicherheitshelme hergestellt wurden, die Haltbarkeit

Bei Sicherheitshelmen unterscheidet man zwei wesentliche Materialgruppen: einerseits die Schutzhelme aus Thermoplast und andererseits aus Duroplast.

Der Großteil aller Schutzhelme am Markt ist aus Thermoplast-Kunststoffen gefertigt. Es handelt sich hier um die typischen Bauschutzhelme und Industrieschutzhelme. Duroplasthelme eignen sich vor allem für den Einsatz bei Hitze- und Wärmearbeitsplätzen, bei Chemikalienbelastung oder wenn eine besonders lange Haltbarkeit gewünscht ist.

Thermoplasthelme

Grundsätzlich gilt, dass diese Helme zumindest alle vier Jahre ausgetauscht werden sollten. Einige Hersteller bieten auch Modelle mit bis zu sieben Jahren Haltbarkeit, wenn keine äußeren Umwelteinflüsse vorhanden sind. Konkret bedeutet das, dass diese Helme bis zu sieben Jahre originalverpackt ohne Temperaturschwankungen gelagert werden können. Bei Gebrauch ist die Haltbarkeit je nach Marke und Modell immer auf maximal drei bis vier Jahre beschränkt. Sie erkennen diese Schutzhelme an der Materialkennzeichnung PE, PC, PA, ABS, PP-GF, PC-GF oder HDPE. Diese Abkürzungen stehen zum Beispiel für Polyethylen, Polycarbonat, High-Density-Polyethylen usw.

Duroplasthelme

Diese Schutzhelme haben eine sehr gute Alterungs- und UV-Beständigkeit, wodurch sie acht bis zehn Jahre eingesetzt werden können. Man erkennt sie an den Kennzeichnungen PF-SF und UP-GF. Diese Sicherheitshelme werden im Vergleich zu Thermoplasthelmen nicht im Spritzgussverfahren produziert, sondern mit hohem händischem Fertigungsanteil beispielsweise aus Textil-Phenol-Kunstharz oder Glasfaser-Polyester-Kunstharz gepresst.

Schutzhelme aus Duroplast im Online-Shop Schutzhelme aus Thermoplast im Online-Shop
Weißes Buch mit Paragraph auf dem Titel
Die Norm EN 397 zur Haltbarkeit von Schutzhelmen

Nach EN 397 müssen jedem Helm Hinweise zur empfohlenen Haltbarkeit beigelegt sein, wobei diese vom Verbraucher auf jeden Fall einzuhalten sind. Das Herstellungsjahr (Monat oder Quartal) muss im Schutzhelm eingeprägt sein. Die neue EU-PSA-Verordnung gibt nun auch vor, dass das Herstellungsdatum als solches gekennzeichnet werden muss, da immer wieder das Herstellungsdatum mit dem Ablaufdatum verwechselt wurde.

Für die zulässige Verwendungsdauer von Schutzhelmen bedeutet das: Für alle CE-gekennzeichneten Sicherheitshelme sind die Angaben des Herstellers maßgeblich. Allgemein ist für Schutzhelme zusätzlich § 69 Abs. 5 AAV zu berücksichtigen. Schutzhelme aus thermoplastischem Material dürfen, sofern sie sich in ordnungsgemäßem Zustand befinden, vier Jahre ab dem auf dem Schutzhelm angegebenen Herstellungsdatum verwendet werden. Beim Ablaufdatum für Duroplasthelme sind die Angaben des Herstellers zu berücksichtigen, meist sind dies acht bis zehn Jahre.

Bauhelme und Industrieschutzhelme im Online-Shop
Frau vor Container mit Sicherheitshelm auf dem Kopf und Funkgerät in der Hand
Einflussfaktoren auf die Haltbarkeit von Helmen

UV-Strahlung, Sonneneinstrahlung, Hitze, Kälte, Witterungseinflüsse, Luftverunreinigungen und mechanische Beanspruchungen machen die Helmschale porös und spröde, wodurch Schutzhelme schneller altern. Durch starke mechanische Belastungen wie Stürze können kleine, auf den ersten Blick nicht sichtbare Haarrisse entstehen. Um den vollen Schutz aufrechtzuerhalten, müssen Schutzhelme beispielsweise unmittelbar nach einem harten Schlag auf die Helmschale ausgetauscht werden. Hier zeigt sich auch, wieso man von "persönlicher Schutzausrüstung" spricht: Jeder Mitarbeiter ist für seine Ausrüstung und deren Überprüfung auf Schäden persönlich verantwortlich.

Herstellerempfehlungen zur Einsatzdauer von Helmen
HerstellermarkeMaximale Gebrauchszeit ab HerstellerdatumMaximale Lagerzeit ab Herstellerdatum
Schuberth4 Jahre (bzw. 8–10 Jahre bei Duroplasthelmen)4 Jahre
JSP4 Jahre4 Jahre
Lockweiler4 Jahre4 Jahre
Petzl10 Jahre10 Jahre
Kask10 Jahre10 Jahre
3M Peltor4 Jahre (bzw. individuell lt. UV-Indikator auf den Helmen)4 Jahre
Delta Plus3–4 Jahre7 Jahre

Vor der Anwendung sollten Bauhelme sowie Industrieschutzhelme mithilfe einer Sichtprüfung und eines einfachen Knacktests auf mögliche Schäden untersucht und im Zweifelsfall ausgeschieden werden. Ist beim Zusammendrücken des Schutzhelms ein Knacken oder Knirschen zu hören, sollte der Sicherheitshelm entsorgt werden. Grundsätzlich gilt es aber immer, die Empfehlungen des Herstellers aus der beigelegten Gebrauchsanweisung zu befolgen.

Schutzhelme von Schuberth im Online-Shop Schutzhelme von 3M Peltor™ im Online-Shop Schutzhelme von Lockweiler im Online-Shop Schutzhelm von DeltaPlus im Online-Shop Schutzhelme von JSP® im Online-Shop Schutzhelme von Petzl im Online-Shop
Tastatur mit Kontakt-Icons wie Telefonhörer, Briefumschlag, @-Zeichen und Mobiltelefon
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