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Umstieg leicht gemacht

Haberkorn schafft mit Jobrad & Jobticket Anreize zur sanften Mobilität und gewinnt den VCÖ Mobiltiätspreis.

Beim VCÖ-Mobilitätspreis 2010 wurden beispielhafte Projekte gesucht, die den Energieverbrauch im Verkehr verringern. Haberkorn wurde für die Umsetzung und das Zusammenspiel der beiden Projekte „Jobrad & Jobticket“ zum Gewinner des Mobilitätspreis Österreich in der Kategorie „Unternehmen“ gekürt.

Im Gewerbegebiet Wolfurt sind die Entfernungen zwischen Bahnhof bzw. Haltestellen und Betrieben lang und für Fußgänger nicht sehr attraktiv. Die „letzte Meile“ ist oft ein Grund dafür, dass lange Arbeitswege mit PKW und nicht mit der Bahn zurückgelegt werden. Ebenso werden kurze Wege im Gewerbegebiet zu Mittag oder für Erledigungen mangels Alternativen mit dem PKW durchgeführt.

Dies veranlasste Haberkorn zwei Projekte zu initiieren, die gemeinsam ein attraktives und lückenloses Angebot zum Umstieg auf den öffentlichen Verkehr darstellen.

Beim Jobticket bekommen neue Mitarbeiter von Haberkorn 14 Tage vor ihrem Arbeitsantritt einen Willkommensbrief nach Hause. Mit dabei sind bereits der persönliche Fahrplan für die öffentlichen Verkehrsmittel von der Wohnadresse zur Firma und ein Freifahrtticket für die ersten zwei Arbeitswochen. „Damit soll der neue Mitarbeiter von Anfang an motiviert werden, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu kommen,“ erklärt die Klimaschutzbeauftragte des Unternehmens, das Ziel des Jobtickets. Wenn sich der Mitarbeiter nach Ablauf der zwei Wochen dazu entschließt, weiterhin mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, bezahlt Haberkorn auch das Jahresticket.

Die letzte Lücke, den Weg vom Bahnhof zum Unternehmen zu schließen, gelingt schließlich mit dem Jobrad. Haberkorn initiierte ein Mobilitätsprojekt für das Gewerbegebiet Wolfurt zusammen mit den Firmen Doppelmayr, Integra und Meusburger.

Firmeneigene Jobräder stehen für Mitarbeiter für die Wege zwischen Bahnhof und Betrieb bereit. Im Unternehmen selbst ist das Fahrrad untertags für Erledigungen oder für den Weg zum Mittagessen im Einsatz. Am Bahnhof stehen die Fahrräder an einem eigenen überdachten und absperrbaren Unterstellplatz am Bahnsteig bereit.

Zugriff auf die Jobräder eines Unternehmens haben alle Mitarbeiter, die sich vorher registrieren lassen. Die gemeinsame Vision der Unternehmen ist es, dass alle registrierten Mitarbeiter aus allen beteiligten Unternehmen auf jedes freie Fahrrad zugreifen können, dass sozusagen am Bahnhof immer ein Jobrad-Pool zur Verfügung steht.

Ab Juni 2010 wurden die ersten 12 Jobräder bei Haberkorn, Integra, Doppelmayr und Meusburger in Betrieb. Insgesamt 20 Mitarbeiter nutzten den Fahrrad-Pool bereits. Damit gelang es, in der ersten Projektphase, geschätzte 100.000 Autokilometer auf Fahrrad bzw. Bahn zu verlagern.

Organisation und Wartung der Räder sowie die Errichtung des Abstellplatzes am Bahnhof übernimmt die ortsansässige Arbeitsstiftung Integra. Das Projekt wurde von der Gemeinde Wolfurt und dem regionalen Mobilitätsmanagement plan-B unterstützt.