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Im Griff des Coronavirus: Betriebliche Pandemievorsorge ist jetzt gefragt

· 2 Min Lesezeit

Und plötzlich ist da, womit bis vor Kurzem niemand gerechnet hat: Das Virus COVID-19 („Coronavirus“) hat sich zu einer Pandemie entwickelt.

Jeden Tag überschlagen sich Neuigkeiten und Ereignisse, kommen neue Maßnahmen zum Tragen. In dieser Situation einen kühlen Kopf zu bewahren, fällt schwer. Und dennoch ist es das einzig Richtige: Informationen aus seriösen Quellen sammeln, Vertrauen haben, dass die vom Staat verordneten Maßnahmen die richtigen sind und Früchte tragen werden, realistisch sein, ohne schwarz zu malen, und sich auf die positiven Dinge konzentrieren.

Pandemieplan für Unternehmen

Gesetzlich vorgeschrieben ist er nicht, der Pandemieplan für Unternehmen. Jedoch wäre in den letzten Tagen vielen Unternehmern geholfen gewesen, wenn sie in ihrer Schublade einen fertigen Plan liegen gehabt hätten. Abgesehen von der möglichen Abfederung sehr wahrscheinlich erheblicher finanzieller Einbußen oder gar einer Existenzgefährdung ist eine  gut strukturierte Vorbereitung auf eine Pandemie auch wichtig in Bezug auf die soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern.

Mit dem Ausbruch einer Pandemie kommen die Maßnahmen des österreichischen Pandemieplans und des erweiterten Pandemiegesetzes zum Tragen: Sperren der Grenzen, Reduktion des Güterverkehrs im Inland und aus dem Ausland sowie keine unbegrenzte Lieferfähigkeit mehr von Hilfs- und Rohstoffen sind nur einige der Maßnahmen, die vom Staat durchgeführt werden.

Bei einer Pandemie ist in Unternehmen mit einem Ausfall von rund 50 % der Belegschaft zu rechnen. Dies betrifft nicht nur Erkrankungen, sondern auch Ausfälle beispielsweise durch fehlende Kinderbetreuung zu Hause, Angst vor Ansteckung am Arbeitsplatz oder den Ausfall öffentlicher Verkehrsmittel. Bei rechtzeitiger Vorbereitung kann sich die Ausfallquote im Unternehmen deutlich reduzieren.

So schützen Sie Unternehmen und Mitarbeiter

Hier einige Tipps, wie Sie Ihre Mitarbeiter und Ihr Unternehmen bestmöglich schützen und vorbereiten können:

  • Legen Sie Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten (inklusive Vertretung) rechtzeitig fest, um Fragen zu beantworten und notwendige Entscheidungen rasch treffen zu können.

  • Legen Sie klar fest, auf welchem Weg Ihre Mitarbeiter informiert werden (z.B. Telefon, E-Mail etc.). Ein klarer Informationsfluss verhindert unnötige Panik.

  • Machen Sie sich kundig, wo Sie Informationen erhalten. Dies kann beispielsweise über Betriebsärzte, das Gesundheitsamt oder das Arbeitsinspektorat erfolgen.

  • Klären Sie Mitarbeiter über notwendige hygienische Maßnahmen auf und stellen Sie alles Nötige bereit, wie zum Beispiel Möglichkeiten zur Desinfektion, richtiges Händewaschen, notwendige Vorsichtsmaßnahmen und Verhalten im Erkrankungsfall.

  • Ein gut geplanter Personaleinsatz macht ein Weiterarbeiten auch bei Ausfällen möglich. Finden Sie Vertretungen und schaffen Sie die Möglichkeit zum Home-Office.

  • Verschieben Sie Dienstreisen und vermeiden Sie Besprechungen. Vieles kann auch telefonisch erledigt werden.

  • Bleiben Sie über aktuelle Entwicklungen informiert.

 

Und zu guter Letzt: Bleiben Sie ruhig und bleiben Sie gesund!


Über den Autor

Hilde Boss
Sortimentskommunikation Arbeitsschutz
Hilde Boss ist zuständig für die Sortimentskommunikation im Bereich Arbeitsschutz bei Haberkorn. Sie ist die erste Ansprechpartnerin für Kommunikationsmaßnahmen und bereitet relevanten Content zu Fachthemen für geeignete Kommunikationskanäle auf.