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8 Kriterien zur Auswahl des richtigen Gasmessgerätes

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Sollten Sie die Anschaffung eines Gasmessgerätes planen, gilt es unterschiedliche Kriterien zu prüfen um die sicherste und effizienteste, aber auch kostengünstigste Lösung für Sie zu finden. Hier sind unsere 8 Tipps!

Je nach Anwendungen, Finanzrahmen oder internen Vorschriften können verschiedene Auswahlkriterien gelten, jedoch sollten bei der Wahl des Gasmessgeräts in der Regel folgende Punkte berücksichtigt werden:

1) Auswahl der Mess- und Sensortechnik je nach Gasgruppe:

  • Brennbare oder entzündbare Gase – im Allgemeinen gemessen als 0–100 % der UEG mit katalytischen Sensoren für brennbare Gase, die für eine einwandfreie Funktion mindestens 10 Vol.-% Sauerstoff benötigen. Manchmal ist es jedoch notwendig, hohe Vol.-%-Konzentrationen zu überwachen, einschließlich inerter, sauerstofffreier Atmosphären. Hierfür eignet sich die IR-Technologie am besten.
  • Toxische Gase oder Reizgase – in der Regel gemessen mit elektrochemischen Sensoren im Messbereich von Teilchen pro Million (ppm, parts per million), um schädliche Konzentrationen zu vermeiden. Wenn eine frühe Erkennung bestimmter toxischer Gase erforderlich ist, kann auch die PID-Technologie für Gase eingesetzt werden, die bei niedrigen Konzentrationen toxisch und in hohen Konzentrationen gleichzeitig brennbar sein können, meist als flüchtige organische Verbindungen bezeichnet.
  • Sauerstoffmangel und Sauerstoffanreicherung werden durch elektrochemische Sensoren überwacht. Es gibt jedoch technische Unterschiede mit ungleicher Lebensdauer und Zuverlässigkeit. Derzeit werden wegen ihrer sehr langen Nutzungsdauer elektrochemische Sauerstoffsensoren mit verbrauchsfreier Reaktion bevorzugt.

Neben der Sensortyp-Auswahl sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:

2) Ansprechgeschwindigkeit des Sensors, in der Regel ausgedrückt als T90-Zeit.

3) Genauigkeit der Sensoren und Stabilität im Zeitverlauf.

4) Robustheit und Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen

5) Garantie auf das gesamte Gerät ohne Ausschlüsse.

6) Zusätzliche Alarmfunktionen außer visuell, optisch und vibrierend.

7) Wartungsfreundlichkeit und Gesamtbetriebskosten.

8) Kompatibilität mit Verwaltungssoftware und deren Verfügbarkeit.

 

Mit diesen Tipps gelingt es Ihnen bestimmt das richtige Gasmessgerät zu wählen.


Über den Autor

Bernhard Bär
Haberkorn Experte
Bernhard Bär ist seit 15 Jahren Sortimentsmanager für Arbeitsschutz bei Haberkorn. Er gestaltet und vermarktet das Arbeitsschutz-Sortiment mit Blick auf die Kundenbedürfnisse.