Sicherheit im Umgang mit Schläuchen
Gefahren einfach vermeiden
Bei falschem Umgang mit Schläuchen kann es zur fehlerhaften Funktion des Schlauches kommen und damit zu Ausfällen oder sogar Unfällen.
Durch das Einhalten einiger einfacher Grundregeln können diese Gefahren minimiert werden.
Wir haben hier für Sie zusammengefasst, worauf Sie auf alle Fälle achten sollten.
Gefahren durch Schläuche in fünf Schritten vermeiden
Schritt 1:
Die richtige Schlauchauswahl
Grundlegend für die Auswahl des richtigen Schlauches sind vor allem die Einsatzbedingungen. Dabei sollten drei Aspekte genau betrachtet werden:
Medium
Zusammensetzung (z. B. bei Ölen, Gasen und Treibstoffen)
Konzentration (bei Chemikalien)
Temperatur (Maximum, Minimum)
Druck
Druckbelastung (maximaler Betriebsdruck)
Saugbelastung (maximaler Unterdruck)
Externe Einflüsse
Temperatur
Witterungseinflüsse
Kontakt mit Öl, Fett, Meerwasser oder aggressiven Stoffen
Starker mechanischer Abrieb
Die Eignung eines Produktes für die jeweilige kundenspezifische Anwendung lässt sich nur im konkreten Einzelfall bestimmen. Sie ist auch von der Einbausituation, der Kombination Schlauch-Armatur und von der Verträglichkeit des Mediums mit der Innenschicht (Seele) des Schlauches abhängig.
Wird der Schlauch unter ungünstigen Bedingungen – wenn etwa der maximale Betriebsdruck bzw. die maximale Temperatur überschritten oder die Biegeradien nicht eingehalten werden – verringert sich die Lebensdauer beträchtlich.
Bei Unklarheiten stehen Ihnen unsere Haberkorn Spezialisten gerne zur Verfügung.
Schritt 2:
Schläuche richtig verlegen
Die Grundregeln
- Schlauchleitungen sollten mit Durchgang verlegt werden.
- Sie sollten beim Einbau nicht verdreht werden (Torsion).
- Die Schläuche sollten nicht übermässig gekrümmt werden (Dreh- bzw. Kugelgelenke verwenden).
- Der Mindestbiegeradius muss eingehalten werden.
- Bei Hubbewegungen den Hub immer berücksichtigen.
- Die Schläuche immer, so gut es geht, gegen äussere Beschädigungen schützen.
Schritt 3:
Knicken der Schläuche vermeiden
Es ist immer darauf zu achten, dass der kleinste im Betrieb vorkommende Biegeradius über dem Mindestbiegeradius des jeweiligen Schlauches liegt. Wird der minimale Biegeradius unterschritten, kann der Schlauch knicken und sich im Querschnitt verengen oder sogar platt gedrückt werden. Dadurch kann es zu einer übermässigen Beanspruchung oder Verdrehung der Einlagen kommen.
Vor allem direkt hinter der Armatur werden Schläuche durch Biegung oft stark beansprucht. Durch die Verstärkung dieses Bereichs mithilfe von Knickschutzspiralen kann hier Abhilfe geschaffen werden.
Schritt 4:
Stolperfallen vermeiden
Um die Gefahr von Schläuchen als Stolperfallen zu minimieren und damit die Sicherheit Ihrer Mitarbeiter zu gewährleisten, sollten Schlauchaufroller zum Einsatz kommen.
Diese sind zusätzlich schonend für die Schläuche.
Schritt 5:
Wiederholt prüfen
Eine Inspektion und ein hydrostatischer Test sind in regelmässigen Abständen durchzuführen, um zu überprüfen, ob der Schlauch für den weiteren Einsatz noch geeignet ist. Eine Sichtprüfung des Schlauches auf gelöste Decken, Knickstellen, Dellen oder weiche Stellen muss vorgenommen werden. Die Kupplungen und Armaturen müssen genau auf Ablösungsanzeichen vom Schlauch untersucht und gegebenenfalls sofort ersetzt werden.