Ein weiterer Punkt, der nicht außer Acht gelassen werden darf, ist die Schuhsohle. Durch das ständige Tragen wird diese nach einem Jahr besonders abgerieben bzw. abgelaufen sein. Leichte und luftige Schuhe, wie es Sicherheitsschuhe der Klasse 1 oft sind, halten teilweise auch weniger lang. Ein jährlicher Austausch wird im Sinne der Sicherheit jedenfalls empfohlen.
So schützt du deine Füße effektiv am Arbeitsplatz
Zuerst ist es einmal wichtig, den Nutzen zu eruieren, den der Schuh haben soll. Musst du lange Stehen? Hast du mit Chemikalien zu tun? Oder muss der Schuh motorisierten Geräten Standhalten können? Dann solltest du dich zuerst mit den Schutzklasse, der Gefährdungsbeurteilung und ggf. benötigten Einlegesohlen auseinandersetzten. So kannst du die passenden Anforderungen für deinen Schuh festlegen. Falls du dennoch Hilfe bei der Auswahl des passenden Sicherheitsschuhs benötigst, haben wir noch die wichtigsten Auswahlkriterien für dich zusammen gestellt. Wenn du deine Auswahl getroffen hast, solltest du dich mit deinem Arbeitgeber zusammensetzten und eine eventuelle Kostenübernahme besprechen. Wie oben erwähnt sollte ein Sicherheitsschuh einmal im Jahr gewechselt werden. Bei sichtbaren Schäden oder wenn die Schutzwirkung nicht mehr gegeben ist, sollten die Schuhe schon nach 6 Monaten ausgetauscht werden.
Die Pflege trägt zur Lebensdauer von Sicherheitsschuhen bei
Wenn Sicherheitsschuhe regelmäßig von gröberen Verschmutzungen befreit und Pflegehinweise beachtet werden, trägt das zur Lebensdauer von Sicherheitsschuhen bei. Feuchte Schuhe sollten immer gut getrocknet werden, um Verunreinigungen durch Bakterien und Schimmelsporen zu vermeiden. Je nach Häufigkeit der Nutzung des Schuhs, ist das nicht immer ganz einfach. Auch regelmäßige Kontrollen der Schutzkappe, der Profilsole und den Nähten, sind zu empfehlen. So kann auch die Sicherheit gewährleistet werden.
Häufig gestellte Fragen
Unsere Fachexpertinnen und Fachexperten bringen es auf den Punkt
Sicherheitsschuhe der Klasse S1 nach der Norm EN 20345 weisen im Zehenbereich eine Schutzkappe auf. Die Schutzkappe kann aus Stahl, Aluminium oder einer Kunststoffmischung sein.
S1P-Sicherheitsschuhe haben zusätzlich zur Zehenschutzkappe auch einen Durchtrittschutz eingebaut. Dieser Durchtrittschutz schützt den Träger vor dem Eintreten von Nägeln oder spitzen Gegenständen.
S1-Sicherheitsschuhe sind Sandalen oder Halbschuhe mit meist luftiger Schaftstruktur. S1-Sicherheitsschuhe sind damit oft sehr atmungsaktiv und für trockene Arbeitsplätze geeignet. Das sind üblicherweise Bereiche wie saubere Industriebereiche, Logistik und Dienstleitungen.
S1P-Sicherheitsschuhe kommen zum Einsatz, wenn neben dem Herunterfallen von Lasten auf die Zehen auch der Eintritt von spitzen Gegenständen durch die Sohle eine Gefahr darstellt. Das kann in der metallverarbeitenden Industrie mit Spänen oder im Baunebengewerbe vorkommen.
S1P-Sicherheitsschuhe haben im Vergleich zu S1-Sicherheitsschuhen auch einen Durchtrittschutz in der Sohle eingearbeitet. Der Durchtrittschutz kann eine genormte dünne Stahlplatte oder ein textiler Durchtrittschutz sein. Beide erfüllen die Mindestvorgaben der Norm EN 20345. Im Praxistest abseits der Norm erreichen Stahlzwischensohlen höhere Schutzwerte.