Arbeitshandschuhe zum Schutz vor mechanischen Gefahren

Hochwertige Schutzhandschuhe gegen mechanische Gefahren müssen vielseitig belastbar sein und zuverlässigen Schutz vor Abrieb, Schnitten, Durchstichen, Rissen oder Fallschnitten bieten. Besonders bei Arbeiten mit scharfen Werkzeugen oder Maschinen, wie etwa beim Fräsen, ist effektiver Schutz vor mechanischen Verletzungen wichtig. Ein entscheidender Faktor für Schutzwirkung und Trageeigenschaften ist das Material des Trägergewebes. Bei Montage- und Schnittschutzhandschuhen kommt dabei häufig die sogenannte Gauge-Zahl ins Spiel. Sie gibt die Anzahl der Maschenreihen pro Zoll (2,54 cm) an, die bei der Herstellung des Handschuhs auf der Strickmaschine verarbeitet werden. Je höher die Gauge-Zahl, desto feiner ist das Gestrick – das bedeutet ein dichteres, anschmiegsameres Gewebe mit guter Beweglichkeit, das sich besonders für präzise Tätigkeiten eignet, ohne den mechanischen Schutz zu vernachlässigen.

Hand mit weißen Lederhandschuhen beim Umgang mit staubigem Material auf der Baustelle

Arbeitshandschuhe aus Leder sind ideal für schwere Arbeiten mit rauen, spitzen oder scharfkantigen Materialien. Sie bieten hervorragenden mechanischen Schutz und gewährleisten auch bei Feuchtigkeit sicheren Halt. Modelle mit verlängertem Schaft bieten außerdem zusätzlichen Schutz für die Unterarme. Aufgrund ihrer groben Passform sind solche Handschuhe für präzise oder filigrane Arbeiten natürlich weniger geeignet. Dünne Baumwollhandschuhe können als Unterziehhandschuhe dienen, da sie den Handschweiß gut aufnehmen. Allein getragen bieten sie nur minimalen Schutz, ermöglichen jedoch ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl.

Neben Leder kommen bei hochwertigen Schutzhandschuhen auch Hightech-Fasern zum Einsatz, die je nach Einsatzgebiet besondere Vorteile bieten. Aramidfasern wie Kevlar® zeichnen sich durch ihre extreme Schnitt- und Hitzebeständigkeit aus und eignen sich für Arbeiten mit scharfen Kanten oder bei hoher Temperaturbelastung. Polyethylenfasern wie Dyneema® bieten ein hervorragendes Verhältnis von Schnittschutz zu Gewicht und sind zugleich sehr abriebfest. Polyamid (Nylon®) ist bekannt für seine hohe Reißfestigkeit und Elastizität, was es zu einer guten Wahl für strapazierfähige und dennoch flexible Handschuhe macht. Polyurethan (PU) wird häufig als Beschichtung verwendet, um Griffsicherheit, Abriebfestigkeit und Wasserabweisung zu verbessern, ohne die Beweglichkeit zu beeinträchtigen.

Arbeitshandschuhe zum Schutz vor chemischen Gefahren

Zum Schutz vor Chemikalien und bei der Arbeit mit biologischen Arbeitsstoffen haben sich Arbeitshandschuhe aus Naturlatex, Nitril, Neopren und PVC bewährt. Sie sind üblicherweise mit einem verlängerten Schaft ausgestattet, um vor Spritzern zu schützen. Erfahren Sie mehr über Arbeitshandschuhe aus Latex und Nitril.

Arbeitshandschuhe zum Schutz vor Kälte

Bei der Wahl eines geeigneten Schutzhandschuhs gegen Kälte sollte darauf geachtet werden, dass er seine isolierenden Eigenschaften auch bei Nässe bewahrt und flexibel bleibt. Nur so bietet er bei extremen Temperaturen ausreichenden Schutz und ermöglicht die notwendige Bewegungsfreiheit. Materialien, die eine besonders hohe Isolierwirkung aufweisen, sind Polyester, Acryl und Latex. Die thermische Isolierbeschichtung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. In diese Kategorie fallen Arbeitshandschuhe mit aufgerauter Innenbeschichtung und Handschuhe mit wasserdichten Außenbeschichtungen. Eine Nitrilbeschichtung ist wasserabweisend, kälteflexibel und bietet guten Schutz in feuchten oder öligen Arbeitsumgebungen.

Arbeitshandschuhe zum Schutz vor Hitze und Feuer

Person formt glühendes Metall zu einer Spirale auf einem Amboss mit Hitzeschutzhandschuhen.

Für Arbeiten mit Hitze oder Feuer empfehlen wir Schutzhandschuhe gegen thermische Risiken, die eine hohe Temperaturbeständigkeit und einen geringen Wärmedurchgang haben und schwer entflammbar sind – beispielsweise aus synthetischen Fasern wie Aramid (Kevlar®). Bei Temperaturen unter +200 °C können Lederhandschuhe eingesetzt werden, bei hohen Temperaturen eignen sich Schutzhandschuhe aus Glasfasergewebe.

Montage- & Arbeitshandschuhe

Montage- und Arbeitshandschuhe werden häufig aus einer Kombination aus Nylon und Elasthan hergestellt. Diese Materialzusammensetzung sorgt dafür, dass die Handschuhe optimal an die Handform angepasst sind. Sie bieten eine ausgezeichnete Passform und überzeugen durch hohen Tragekomfort. 
Feinstrick-Arbeitshandschuhe sind nahtlos gefertigt, wodurch sie eine hohe Abriebfestigkeit und eine gute Widerstandsfähigkeit gegenüber Ölen und Fetten bieten. Zudem erhalten sie ein präzises Tastgefühl. Viele Modelle sind, je nach Beschichtung, flüssigkeitsabweisend und verfügen über einen atmungsaktiven Handrücken, was die Schweißbildung reduziert. 
Einige Varianten sind mit einer speziellen Beschichtung der Innenhand ausgestattet, beispielsweise mit PVC-Noppen oder einer Beschichtung aus Latexgemisch, um die Griffsicherheit zusätzlich zu verbessern.

Die Bedeutung der unterschiedlichen Beschichtungen bei Arbeitshandschuhen

Bei Arbeitshandschuhen sind die häufigsten Außenbeschichtungen aus Polyurethan (PU), Nitril, Nitrilschaum und Latex.

  • PU ist besonders dünn und bringt gutes Fingerspitzengefühl.

  • Nitril ist glatt, wasserdicht und bietet Schutz gegen Öle, Fette und Flüssigkeiten.

  • Nitrilschaum federt Stöße gut ab, ist flexibel, atmungsaktiv und lässt Flüssigkeiten nur bedingt durch.

  • Latex bietet hervorragende Flexibilität und Griffigkeit – auch bei feuchten Oberflächen – und Komfort bei rauen Arbeitsmaterialien.

Über die Autorin

Merisa Topic

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Sortimentskommunikation Arbeitsschutz, Haberkorn GmbH
Merisa Topic unterstützt die Sortimentskommunikation im Bereich Arbeitsschutz bei Haberkorn. Sie ist Ansprechpartnerin für Kommunikationsmaßnahmen und bereitet relevanten Content zu Fachthemen für geeignete Kommunikationskanäle auf.
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