Auch im Punkt Sicherheit können Einlegesohlen eine Rolle spielen. Sie schützen vor Nässe, Kälte oder elektrischer Spannung (ESD). Sind die Einlegesohlen austauschbar, helfen sie dabei unangenehme Gerüche zu reduzieren und verbessern die Luftzirkulation im Schuh.
Hier ein Überblick über die Arten von Einlegesohlen nach Einsatzzweck
1. Dämpfende Einlegesohlen
Ideal für lange Arbeitstage im Stehen
Bieten zusätzliche Polsterung im Fersen- und Ballenbereich
2. Orthopädische Einlegesohlen
Anpassung an die individuelle Fußform
Pflicht bei bestimmten Fußfehlstellungen (z. B. Plattfuß, Spreizfuß)
Wichtig: Sicherheitszertifizierung nach DGUV 112-191 für Sicherheitsschuhe
3. Wärmeisolierende Einlegesohlen
Aus Filz, Wolle oder speziellem Thermomaterial
Ideal für Arbeiten im Freien bei kalten Temperaturen
4. Atmungsaktive Einlegesohlen
Aus Textil oder Leder
Für Berufe mit hoher Schweißentwicklung geeignet
5. ESD-Einlegesohlen (Electrostatic Discharge)
Schutz vor elektrostatischer Entladung
Für Arbeiten in sensiblen Bereichen, wie in der Elektronikindustrie
Sicherheitsvorgaben: Darauf müssen Sie achten!
Nicht jede Einlegesohle ist für Sicherheitsschuhe geeignet!
Achten Sie auf die Kennzeichnung DGUV 112-191 – diese bescheinigt, dass die Schuhe auch mit Einlegesohlen alle gesetzlichen Sicherheitsvorschriften erfüllen.
Unzertifizierte Einlegesohlen können den Abstand zur Zehenschutzkappe verändern, was zu einem Verlust des Versicherungsschutzes führen kann.
Ihr Experte
Welche Einlegesohle passt zu welchem Arbeitsschuh?
Schuhtyp | Empfohlene Einlegesohlen |
|---|---|
Sicherheitsschuhe (S1, S2, S3) | Orthopädische Einlagen (mit DGUV 112-191), ESD-Sohlen |
Arbeitsschuhe für Außenbereiche | Wasserabweisende oder isolierende Einlegesohlen (z. B. Filz) |
Schuhe für stehende Tätigkeiten | Dämpfende Gel- und Schaumstoffeinlegesohlen |
Elektronische Arbeitsumgebung | ESD-zertifizierte Einlegesohlen |
Schuhe für hitzeintensive Bereiche | Hitzebeständige Einlegesohlen mit Feuchtigkeitsmanagement |
„Die Wahl der passenden Einlegesohle hängt von Ihrem Einsatzbereich, den Anforderungen an den Arbeitsschutz und Ihrem individuellen Komfortbedarf ab. Achten Sie beim Kauf immer auf Zertifizierungen, um sicherzustellen, dass die Schutzfunktion Ihrer Arbeitsschuhe vollständig erhalten bleibt.
Tipp: Probieren Sie verschiedene Modelle aus und achten Sie darauf, wie sich Ihr Tragekomfort verbessert – Ihr Körper wird es Ihnen danken!"
Bernhard Bär, Sortimentsmanager ArbeitsschutzHäufig gestellte Fragen
Unsere Fachexpertinnen und Fachexperten bringen es auf den Punkt
ESD-zertifizierte Arbeitsschuhe und Einlegesohlen verhindern die elektrostatische Aufladung des Körpers und leiten vorhandene Ladungen kontrolliert ab. Das schützt nicht nur empfindliche elektronische Bauteile, sondern auch die tragende Person vor unkontrollierten Entladungen. (ESD - Electrostatic Discharg; Deutsch: Elektrostatische Entladung)
Warum ist ESD wichtig?
Schutz von Elektronik: ESD kann empfindliche elektronische Komponenten beschädigen, z. B. in der Elektronikfertigung oder Halbleiterindustrie.
Sicherheitsaspekt: In explosionsgefährdeten Bereichen (z. B. in der Chemie- oder Ölindustrie) kann eine unkontrollierte Entladung Brände auslösen.
Normgerechte Ableitung: ESD-zertifizierte Einlegesohlen stellen sicher, dass die elektrostatische Aufladung auch bei Verwendung der Sohle kontrolliert abgeleitet wird.
Kennzeichnung von ESD-Schutz
ESD-Schutz wird meist durch das gelb-schwarze ESD-Symbol auf den Schuhen oder Einlegesohlen angezeigt.
Schuhe mit ESD-Schutz müssen einen elektrischen Widerstand zwischen 0,1 und 100 Megaohm aufweisen.
Wichtig bei Einlegesohlen:
Beim Austausch von Einlegesohlen in ESD-zertifizierten Schuhen müssen auch die neuen Einlegesohlen ESD-zertifiziert sein – sonst kann die Schutzwirkung verloren gehen.