Im Gerüstbau oder bei der Arbeit im Lager ist eine durchstichsichere Sohle erforderlich. Hingegen wird bei der Arbeit mit frischem Asphalt eine Hitzeschutzsohle benötigt. In Nassbereichen solle der Sicherheitsschuh vor Wassereintritt schützen.
Auch etwaige Beeinträchtigungen oder Belastungen der Trägerin oder des Trägers sind dabei zu Berücksichtigen. Damit man bei der Vielfalt an Möglichkeiten den Überblick behält, gibt es eine Beispielsammlung zur Orientierung.
Dabei ist eine Gefährdung nicht unbedingt an bestimmte Tätigkeiten oder Berufe gebunden, sondern dann vorhanden, wenn Verletzungen durch folgende Situationen passieren können.
Ausrutschen
Stoßen
Einklemmen
Umfallen
Herabfallen
Abrollen
Hineintreten
Hitze oder Kälte
Chemikalien
Für die Auswahl geeigneter Fuß- oder Knieschutzmaßnahmen ist eine fundierte Risikobewertung unerlässlich. Dabei sind sowohl die Art der Gefährdung als auch deren Auftretenswahrscheinlichkeit und Expositionsdauer zu berücksichtigen. Liegen keine bestehenden Bewertungen aus der Gefährdungsbeurteilung vor, kann die Berechnung einer Risikoprioritätszahl (RPZ) als Entscheidungshilfe herangezogen werden.
Wird im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ein Risiko für die Füße identifiziert, sind Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber verpflichtet, geeigneten Fußschutz bereitzustellen. Die Beschäftigten sind wiederum in der Pflicht, die Sicherheitsschuhe im Arbeitsalltag bestimmungsgemäß zu tragen.
Sonderschuharten mit Fußschutz
Für Schweißarbeiten, die Arbeiten mit handgeführten Spritzeinrichtungen (Hochdruckwasserstrahlern), im Umgang mit Kettensägen, bei der Arbeit mit Teilen, die unter Spannung stehen oder zum Schutz gegen Chemikalien gibt es spezielle Sonderschuharten, um den Fuß ordnungsgemäß zu schützen. Wenn orthopädische Einlagen nötig sind, müssen die Schuhe vom Hersteller zertifiziert und anpassbar sein, um die Schutzfunktion aufrecht zu halten. Hierzu beraten wir Sie gerne!
Ihr Experte

In 3 Schritten zum passenden Sicherheitsschuh
Nach der Gefährdungsbeurteilung kann der passende Sicherheitsschuh in nur vier Schritten ausgewählt werden.
Bestimmung der Sicherheitsklasse
Auf Basis der Gefährdungsbestimmung können die Kriterien, die der Sicherheitsschuh erfüllen soll, nun einer Sicherheitsklasse zugeordnet werden – welche Sicherheitsklasse darf es denn sein?Auswahl des Models
Folgende Fragen können dabei hilfreich sein: Sommer oder Winter? Soll der Schuh über den Knöchel gehen, soll es ein Halbschuh sein oder doch ein Stiefel? Welches Model passt am besten für den vorhergesehenen Anwendungsbereich?Pflegeintensität des Schuhs
Wie oft wird der Schuh gereinigt? Wie sollte der Schuh gereinigt werden? In welchen Abständen muss der Schuh gewechselt werden?