Um den noch feuchten Beton nach dem Betonieren von Lufteinschlüssen zu befreien und damit die geforderte Festigkeit des Betons zu erreichen, muss dieser mit einem Betonrüttler verdichtet werden. Nur so können eine hohe Betonfestigkeit und eine optimale Oberfläche gewährleistet werden. Dafür wird die Rüttelflasche in regelmäßigen Abständen in den Frischbeton gehalten. Beim Rütteln ist sicherzustellen, dass die Tauchabstände nicht zu groß sind. Sie sind so zu wählen, dass sich die Wirkungsdurchmesser an einzelnen Tauchstellen einwandfrei überdecken und somit keine undichten Zonen durch Lufteinschlüsse entstehen.
Die untenstehende Grafik verdeutlicht den Unterschied zwischen falschen und richtigen Tauchabständen beim Einsatz eines Betonrüttlers. Auf der linken Seite ist dargestellt, dass zu große Abstände zwischen den einzelnen Tauchstellen dazu führen, dass sich die Wirkungsbereiche der Rüttelflasche nicht überlappen. In diesen Zwischenzonen kann der Beton nicht ausreichend verdichtet werden, wodurch Lufteinschlüsse und sogenannte unverdichtete Zonen entstehen. Auf der rechten Seite ist hingegen die fachgerechte Vorgehensweise zu sehen: Die Rüttelflasche wird in gleichmäßigen, ausreichend engen Abständen eingetaucht, sodass sich die Wirkungsdurchmesser überdecken. Dadurch wird der Beton über den gesamten Querschnitt gleichmäßig verdichtet, Lufteinschlüsse werden zuverlässig entfernt und eine homogene, dichte Betonstruktur bis an die Schalung gewährleistet.
