Profiltechnik | Referenzen | 26.02.2007

Scararoboter von KEBA

Es musste etwas Besonderes werden: etwas zum Hingucken, und dazu sollte es noch die Firma - mit dem Geschäftsbereich "Motion" - passend repräsentieren. Bisher fokussiert auf große OEM's und im Bereich Robotik als Lieferant der Steuerungslösung bekannt, möchte KEBA den Markt der kleineren und mittleren Maschinenbauer, die selbst in die Robotik einsteigen möchten, mit der Robotik-Systemfamilie KeMotion erobern. Der eigene Anspruch gibt bescheiden vor, "den Maschinenbauern die Angst vor dem Roboter zu nehmen". Zudem blieben maximal noch zwei Wochen Zeit, eine Idee zu realisieren.

Das waren die Eckdaten für Michael Garstenauer, den Entwicklungsleiter Motion bei der Firma KEBA im österreichischen Linz für die Nürnberger Messe SPS/IPC Drives. Für die Firma KEBA eine wichtige Messe, wenn nicht sogar "die Messe", denn schließlich nutzte die Firma diese wichtige Gelegenheit der Öffentlichkeit die Motion- und Robotikprodukte vorzustellen. Es ging also um viel.

Zusammen mit seinem fünfköpfigen Team wurde in einem Brainstorming sehr schnell die Idee eines TicTacToe spielenden Roboters geboren. Und so wurden noch in derselben Besprechung die Aufgaben verteilt: KEBA schreibt das Programm für die Steuerung und den beigestellten Computer, und Haberkorn Ulmer sorgt für das Drumherum. Eine Skizze mit Maßen reichte Haberkorn Ulmer, dem österreichischen item Vertriebspartner, um dieses Projekt anzugehen. Den Roboterarm hatte Garstenauer noch als Konstruktionszeichnung in der Schublade - ebenfalls aus item Profilen aufgebaut.

"Wir haben uns unter anderem deshalb für Haberkorn Ulmer entschieden, weil wir bereits gute Erfahrungen mit deren Service gemacht haben. Außerdem wussten wir um deren Schnelligkeit und Lieferfähigkeit." Weitere Gründe waren die messetaugliche Optik der Profile, sowie deren eventuelle weitere Verwendbarkeit der Einzelteile bei anderen Projekten. "Die Ausbaufähigkeit und der Systemgedanke ist uns sehr vertraut und allein deshalb setzen wir auf Haberkorn Ulmer und item Profile", so Garstenauer wörtlich.

Das Gestell musste auch den technischen Anforderungen genügen. So musste es eine genügende Steifigkeit aufweisen, damit die Dynamik der Bewegung von einer steifen Unterkonstruktion aufgefangen wird. Außerdem musste die Sicherheit der Messebesucher gewährleistet werden. Und Haberkorn Ulmer wollte auch in diesem eiligen Fall nicht enttäuschen. So koordinierte Außendienstmitarbeiter Gerald Hinterlechner die Projektierung und Montage des Gestells und gewährleistete, dass alle item Komponenten pünktlich beim Auftraggeber ankamen.

Auf der Messe in Nürnberg stand die Anwendung zwar nicht prominent im Vordergrund, war aber dennoch ein kleiner Publikumsmagnet. Die Besucher konnten per Computereingabe die Spielsimulation unterbrechen und selbst aktiv gegen den Roboter spielen. So wird KEBA dem Anspruch gerecht, die Ängste gegenüber Robotern abzubauen und die Kunden spielerisch von den Möglichkeiten der KEBA Steuerungen zu überzeugen. Besonders praktisch: Der Roboter räumt selbstständig das Spielfeld jedes Mal wieder auf und überlässt dem Menschen immer den ersten Zug. So gewinnen alle: die einen verlieren die Roboterphobie und die anderen präsentieren ihre Leistungsfähigkeit. Die Anwendung selbst überzeugte auch im Hause KEBA. Sie ist nun als "Dauertester" im Einsatz und geht zwischendurch bei verschiedenen Ausstellungen auf Reisen. Ein besonders gern gesehener Gast ist die Anwendung in den Berufsschulen, um praktisch zu demonstrieren, was man alles mit Steuerungstechnik bewirken und bewegen kann. KEBA Entwicklungsleiter Michael Garstenauer denkt auch schon an Erweiterungen für seine Anwendung. "Zum einen könnte man andere Brettspiele integrieren oder auch Anwendungen mit bewegten Zielobjekten realisieren." Es wird also weiterentwickelte Versionen dieses Roboters in Zukunft geben.

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26.02.2007
Scararoboter von KEBA

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